Nähen als Freizeitbeschäftigung

Nähen hatte lange Zeit einen eher verstaubten, antiquierten Ruf. Seit einiger Zeit wird aber nun immer öfter auch von jungen Leuten Nadel und Faden in die Hand genommen, in der Freizeit werden eigene Mode Kreationen verwirklicht und auch das Stricken erfreut sich wieder wachsender Beliebtheit. Ersichtlich ist dieser Trend auch im Internet, wo sich immer mehr Foren dem neuen alten Hobby widmen und Nähbegeisterte sich über allerlei Tipps und Tricks austauschen. Für alle die Interesse an dieser kreativen Art haben ihre Freizeit zu verbringen, folgt hier ein kleiner Leitfaden für den Einsteig in ein neues, mitunter recht spannendes Hobby.

Dran bleiben – aller Anfang ist schwer

Gerade bei Beschäftigungen, die viel Fingerspitzengefühl und Übung erfordern, um von Erfolg gekrönt zu sein, sollte man sich am Anfang seine Ziele nicht zu hoch stecken. Übung macht den Meister und Geduld ist eine Tugend, vor allem beim Nähen. Diese schlauen Weisheiten sollte man sich vor Augen halten, wenn man sein erstes Näh- Projekt startet. Die Auswahl des Projekts sollte eher zum Einstieg eher bescheiden sein. Bringt man keine Vorkenntnisse mit, so ist es am vernünftigsten sich erst einmal händisch mit Nadel und Faden vertraut zu machen, anstatt sich gleich an die Nähmaschine zu setzen. Auch wenn es spezielle Einstiegsmodelle gibt, die auch für Anfänger geeignet sind, wie zum Beispiel von Bernina, ist es sinnvoll sich erst zumindest ein paar Wochen etwas Gefühl für das Material und das Grundequipment zu verschaffen. Dann wird man auch sehen, ob einen das neue Hobby auch nach den ersten Stolpersteinen noch reizt und ob es Sinn macht, große Investitionen in diese Richtung zu tätigen. Denn Nähmaschinen sind nicht unbedingt billig, passable Einsteiger- Versionen bekommt man ungefähr ab 200 Euro.

Kleine Projekte für Einsteiger

Als allererstes Projekt ist es empfehlenswert, bereits vorhandenes Material zu verarbeiten. Denn mitunter geht schnell einmal etwas in die Hose, was bei neu gekauften Stoffen schade wäre. Gut eignen sich zum Beispiel alte Laken, die wegen Mottenlöchern oder ähnlichem nicht mehr zu verwenden sind. Meist reichen diese nämlich noch für ein paar neue Wischlappen oder Geschirrtücher allemal aus und sind somit bestens dafür geeignet, für erste Erfahrungen mit Nadel und Faden dienlich zu sein. Auch wenn es sich bei Geschirrtüchern nicht unbedingt um ein spannendes Nähprojekt handelt, kann man so einmal die grundlegenden Dinge erlernen. Dazu zählt natürlich zu allererst Säumen, also das „Verschließen“ eines Geweberandes. Hat man damit ein bisschen geübt, so kann man sich schon an aufwendigere Projekte machen. Im Internet und im Nähladen findet man eine große Auswahl verschiedenster Stoffe, die sich zum Beispiel ohne viel Aufwand zu einem schönen Tischläufer oder einem schönen Stofftaschentuch verarbeiten lassen.