Schönheitsideale

Als Schönheitsideal wird das Verständnis des optimalen Körpers und Gesichtes eines Menschen bezeichnet. Dieses Ideal variiert von Kultur zu Kultur und hat im Laufe der Zeit starke Wandlungen erlebt.

Die Unterschiede im Verständnis eines idealen Menschen, beziehen sich zumeist auf das Gewicht und die Formen und Rundungen des Körpers. Während im Altertum ausgeprägte Rundungen bei der Frau als Indiz für Fruchtbarkeit gesehen wurden und kräftigere Männer als wohlhabend galten, hat sich dieses Verständnis heute stark verändert.
Unterstützt durch Werbung und die Darstellung in den Medien gelten sportliche Körper heute als attraktiv und ideal, obgleich sie früher ein Zeichen von Armut waren. Auch blasse Haut, früher Kennzeichen des Adels, hat heute die positive Interpretation eingebüßt.

Zur Erreichung des Schönheitsideales gibt es, seit Menschengedenken, Versuche den eigenen Körper zu modifizieren. Im alten Ägypten wurden Säuglingen, mit Hilfe von Leinentüchern, die, noch nicht vollständig gefestigten, Schädel, zusammengepresst, um den Kopf somit künstlich in die Länge zu ziehen.
Besonders bei Naturvölkern, in Afrika beispielsweise, oder in Australien, werden flächendeckend Veränderungen vorgenommen, die dem dortigen Schönheitsideal entsprechen. Halsverlängerungen durch Messingringe, das Tragen von großen, teilweise reich verzierten, Tellern in der Unterlippe, das Zufeilen der Zähne, oder die Anbringung von Narben und Tätowierungen, sind gängige Verfahren.

Trotz aller Unterschiede gibt es aber auch Idealvorstellungen, die sich im Laufe der Zeit kaum verändert haben, die also als universelles Schönheitsideal des Menschen betrachtet werden können. Die Ursache liegt in dem Denken des Menschen, der, durch die Evolution, bestimmte Eigenschaften als genetisch vorteilhaft interpretiert.
Ein symmetrisches Gesicht beispielsweise, makellose Haut, oder ein bestimmtes Taille-Hüfte-Verhältnis, gelten heute, wie früher auch, als attraktiv. Heute gilt ein üppiger Busen als Schönheitsideal. Wer keine großen Brüste hat kann mittels einer Brustvergrößerung nachhelfen.